Dornfingerspinne: Bisse nicht tödlich

30. Juli 2006, 20:45
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Laut Gesundheitsministerium mit Wirkung von Wespen- oder Hornissenstich vergleichbar

Bisse der Dornfingerspinne sind schmerzhaft aber nicht tödlich, erklärte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) am Donnerstag in einer Aussendung. Dennoch sollte man beim Kontakt mit den Insekten besonders vorsichtig sein. In den vergangenen Wochen seien in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich Vorfälle gemeldet worden.

Vor allem für Allergiker und Kinder kann das Gift der Dornfingerspinne ein größeres Gesundheitsrisiko darstellen. Die Wirkung eines Bisses ist mit der eines Wespen- oder Hornissenstichs vergleichbar. Beim Auftreten von Beschwerden sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Fangnetze und rötliche Kieferklauen

Die Dornfingerspinne ist bis zu 15 Millimeter lang, braungelb und hat ein bis zwei hellen Längsstreifen auf dem Hinterleib. Die Spitzen der Beine sowie die rötlichen Kieferklauen haben schwarze Enden. Sie baut außerdem keine typischen Radnetze sondern röhrenförmige Fangnetze in der Größe eines Hühnereies.

In freier Wildbahn bewohnt das Insekt gerne halbfeuchtes Gebiete mit niedriger Vegetation. Bei den jüngsten Fällen in Österreich wurde das Tier jedoch auch in Wohnungen und im Stadtbereich gefunden. Bisher war das Vorkommen der Spinne in Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Slowenien und Kroatien bekannt. Durch das ungewöhnlich warme Klima scheint die Spinne nun aber auch in Teilen Österreichs heimisch zu werden. (APA)

Weitere Auskunft bei der Vergiftungsinformationszentrale des Wiener AKH, Tel. 01/406 43 43
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