Friedensvereinbarung für Ituri

21. Jänner 2008, 09:20
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Chance auf Rückkehr für 200.000 Flüchtlinge - MRC-Kämpfern wurde Generalamnestie zugesichert - Eine Nachlese

Kinshasa - Unter UNO-Vermittlung ist im Juni eine Friedensvereinbarung für die Unruhe-Provinz Ituri zu Stande gekommen. Das Abkommen sieht die vereinbarung für ein "Ende des bewaffneten Konflikts" für das Gebiet im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor. Die Unterzeichner verpflichteten sich, den geregelten Ablauf der Wahlen zu ermöglichen. Die Friedensvereinbarung soll auch die Chance auf eine Rückkehr für 200.000 Flüchtlinge eröffnen, die seit 1999 aus ihrer Heimat vertrieben sind und aus Furcht vor den MRC-Einheiten nicht zurückzukehren wagten.

Generalamnestie zugesichert

Den MRC-Kämpfern wurde eine Generalamnestie zugesichert. Die Rebellengruppe hatte seit Jahren mehrere tausend Kämpfer unter Waffen. Das Abkommen wurde vom UNO-Beauftragten Charles Gomis gegengezeichnet. Für das Präsidialamt in Kinshasa unterzeichnete Oberst Mukunto Kiyana-Tim, für die aufständische Revolutionäre Bewegung Kongos (MRC) deren Kommandant Mathieu Nagudjolo. Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden in dem Ituri-Konflikt rund 60.000 Menschen getötet.

Human Rights Watch äußert Bedenken

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch äußerte Bedenken über Pläne, einstige Rebellenführer künftig in den Offiziersstand zu erheben. Dies werde der Provinz Ituri keinen Frieden bringen. "Es sendet das Signal aus, dass man, um Oberst zu werden, sich nur ein Gewehr schnappen und ein paar Leute umlegen muss", kritisierte Sprecherin Anneke Van Woudenberg. (APA/AP)

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    Eine ehemalige Kindersoldatin in Bunia, der Hauptstadt von Ituri.

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