Berufungsprozess startet

25. Juli 2006, 15:56
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Zumindest die Abstiege sollten Bestand haben - Gang vor Verwaltungsgericht letzte Option für Vereine

Rom - Am Samstag beginnt in Rom der Berufungsprozess im italienischen Manipulationsskandal. Vor Gericht stehen die Klubs Juventus Turin, AC Milan, AC Fiorentina und Lazio Rom, denen Manipulation der Meisterschaft 2004/2005 vorgeworfen wird, sowie 26 Funktionäre, darunter Ex-Verbandschef Franco Carraro, Ex-Liga-Präsident Adriano Galliani und der ehemalige Juve-Sportdirektor Luciano Moggi, der als Drahtzieher des Schiedsrichterskandals gilt.

Gerichtspräsident Piero Sandulli wird mit vier Richtern zusammenarbeiten. Am Dienstag sollen die Urteile feststehen, da dann die Teilnehmerliste für die UEFA-Bewerbe vorliegen muss. Ist dies nicht der Fall, wird der kommissarische Verbandspräsident Guido Rossi nach den erstinstanzlichen Urteilen vorgehen. Es gilt als sicher, dass zumindest die Zwangsabstiege bestand haben werden. Sollten die Berufungsrichter die erstinstanzlichen Urteile bestätigen, können die Klubs beim Verwaltungsgericht Einspruch erheben. Dies könnte zu einer mehrmonatigen Verschiebung des am 27. August geplanten Meisterschaftsbeginns führen. (APA, red - DER STANDARD PRINTAUSGABE 22./23.7. 2006)

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