Amnesty: US-Internetkonzerne verletzen Menschenrechte in China

28. Juli 2006, 15:58
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Microsoft, Google und Yahoo an Internet-Zensur beteiligt - Yahoo verteidigt Präsenz in der Volksrepublik

Amnesty International hat Microsoft, Google und Yahoo wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an Internet-Zensur in China Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Die drei US-Unternehmen hätten zur Verletzung der Meinungsfreiheit in dem kommunistischen Land beigetragen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag. Sie hätten damit auch aus Gewinnstreben oder auf Druck der Regierung in Peking ihren eigenen öffentlichen Absichtserklärungen widersprochen.

Präsenz in der Volksrepublik verteidigt

Yahoo verteidigte seine Präsenz in der Volksrepublik jedoch. Selbst bei Beschränkungen seiner Arbeit in China könne er zur Öffnung des Landes beitragen, teilte der Internetkonzern mit. Von Microsoft und Google war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Suchmaschinenbetreiber wie Google haben Einträge zu kritischen Seiten gesperrt, um in China arbeiten zu dürfen. Yahoo soll Berichten zufolge den Behörden Informationen über einen Nutzer seines E-Mail-Dienstes gegeben haben, die zur Verhaftung des Oppositionellen beitrugen.(APA/Reuters)

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