Abbas ruft US-Regierung zum Einschreiten gegen Gaza-Offensive auf

17. Juli 2006, 09:11
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Washington sagt fünfzig Millionen Dollar für palästinensische Flüchtlinge zu

Ramallah - Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas hat die US-Regierung gebeten, gegen die israelische Militäroffensive im Gaza-Streifen einzuschreiten. Washington müsse Druck auf Jerusalem ausüben, damit Israel die seit mehr als zwei Wochen andauernde Offensive beende, sagte Abbas nach Angaben seines Büros in einem Telefongespräch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice.

Die israelischen Streitkräfte waren am 28. Juni erstmals nach neun Monaten wieder mit Bodentruppen in den Gaza-Streifen eingerückt. Sie reagierten damit auf die Entführung eines israelischen Soldaten durch militante Palästinenser.

Die US-Regierung sagte unterdessen Soforthilfen in Höhe von 50 Millionen Dollar (39,5 Mio. Euro) für palästinensische Flüchtlinge zu. Das Geld solle dem UNO-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) zur Verfügung gestellt werden, um der unter den Folgen der Militäroffensive leidenden palästinensischen Bevölkerung zu helfen, erklärte der US-Sondergesandte David Welch am Freitag nach einem Treffen mit Abbas in Ramallah. (APA/AP)

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