Tschechen wollten Baby um 100.000 Euro "verkaufen"

14. Juli 2006, 09:11
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Zehn Monate altes Mädchen sollte nach Großbritannien gebracht werden - Den Tätern drohen bis zu acht Jahre Haft

Prag/Wien - Tschechische Kinderhändler sind bei dem Versuch, ein zehn Monate altes Baby zu verkaufen, festgenommen worden. Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Cheb (Eger) mitteilte, sollte das Mädchen für 100.000 Euro zu "Abnehmern" in Großbritannien gebracht werden. Den Tätern drohen nun Haftstrafen bis zu acht Jahren.

Nach einigen Wochen intensiver Ermittlungen ist es Beamten einer Spezialeinheit zur Bekämpfung von organisiertem Verbrechen gelungen, den Kinderhändlern auf die Spur zu kommen. Bei Hausdurchsuchungen fanden die Kriminalisten zahlreiche Dokumente, darunter auch eine gefälschte Geburtsurkunde des kleinen Mädchens.

Baby wohlauf

Der Verkauf des Kindes konnte gerade noch verhindert werden, freute sich die Sprecherin. Das Baby aus Eger hat keine gesundheitlichen Schäden erlitten. In der Region um die Stadt wurden in den vergangenen einige Fälle von Kinderhandel und Zwangsprostitution bekannt, die Polizei hatte jedoch stets Probleme, den Missbrauch zu beweisen. (APA/CTK)

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