Senat entschied über Werbebeobachtungs-Ergebnisse

9. Oktober 2006, 14:16
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go-tv verstieß nicht gegen Privat-TV-Gesetz, jedoch gegen Kennzeichnungspflicht - ORF verstieß gegen die Einschränkungen für Printmedienwerbung

Nicht bestätigt hat der BKS den Befund der KommAustria, wonach der Musiksender go-tv gegen das Privat-TV-Gesetz verstoßen habe, indem in einer Chart-Sendung zwischen den Clips Werbung eingefügt wurde. Unterbrecherwerbung ist Privatsendern zwar erlaubt, allerdings müssen zwischen solchen Unterbrechungen mindestens 20 Minuten liegen. Der BKS stellte aber fest, dass die einzelnen Musik-Videos "eigenständige Teile" seien und die 20-Minuten-Klausel daher nicht anzuwenden sei. Allerdings stellte der Senat bei go-tv mehrere Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht für Werbespots fest, so die RTR.

Kein Verstoß gegen das ORF-Gesetz war dagegen ein Gespräch mit Armin Assinger im ORF-Radio Niederösterreich. Die Medienbehörde hatte darin verbotene Cross-Promotion, also Werbung fürs ORF-TV im Radio oder umgekehrt, gesehen. Dieser Diagnose schloss sich der BKS nicht an. Sehr wohl aber teilte er die Ansicht, dass die Bewerbung einer Zeitschrift mit Titelblatt - ohne deren Schlagzeilen - sowie eines "Olympia-Extra-Heftes" im ORF-Fernsehen gegen die Einschränkungen für Printmedienwerbung im ORF-Gesetz verstieß. (APA)

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