Ulmer Polizei entdeckte Leichnam des mutmaßlichen Dreifachmörders

13. Juli 2006, 09:11
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Er soll am Montag seine Eltern sowie seine 92-jährige Großmutter erschossen haben

Der mutmaßliche Dreifachmörder von Ulm hat offenbar Selbstmord begangen. Die Polizei entdeckte am Dienstag bei Ulm-Lehr den Leichnam eines jungen Mannes, bei dem es sich nach ersten Erkenntnissen um den Gesuchten handelte, wie ein Sprecher berichtete. Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot nach dem 20-Jährigen gesucht. Er soll am Montag seine Eltern sowie seine 92-jährige Großmutter erschossen haben.

Der mit einer Pistole bewaffnete junge Mann drang nach der Tat am Montag in der Früh in die Ulmer Universität ein und zwang eine Angestellte zur Herausgabe von hochgiftigem Zyankali. Mit dem Hinweis, er wolle sich das Leben nehmen, habe er daraufhin die Flucht ergriffen. Der Leichnam sei in der Nähe der Universität gefunden worden. Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Den Ermittlungen zufolge wurden die 64 und 57 Jahre alten Eltern des Mannes gegen 03.20 Uhr am Montagmorgen in ihrer Wohnung erschossen. Gut eine Stunde später wurde die Großmutter in Erbach bei Ulm erschossen. Das Auto des 64-jährigen Vaters fanden die Beamten auf dem Universitätsparkplatz. Darin sei ein Abschiedsbrief gewesen, in dem sich der 20-Jährige zu den Taten bekannte und ankündigte, sich das Leben zu nehmen. (APA/AP)

Nachlese

Eltern und Großmutter erschossen - Junger Deutscher entwendete nach Dreifachmord Zyankali aus Univerisät

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