Blum kratzt an Milliarden-Grenze

30. Juli 2006, 17:01
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Der mit 96 Prozent Exportquote international tätige Vorarlberger Beschlägehersteller steigerte den Gruppenumsatz auf 962 Millionen

Bregenz/Höchst - Der mit 96 Prozent Exportquote international tätige Vorarlberger Beschlägehersteller Julius Blum GmbH hat das Wirtschaftsjahr 2005/06 Ende Juni mit einem vorläufigen Gruppenumsatz von 962,3 Mio. Euro (nach 821,1 Mio. Euro) wieder positiv beendet. Das entspricht einer Steigerung von 17,2 (nach 18,3) Prozent, gab die Geschäftsführung am Dienstag am Stammsitz Höchst (Bezirk Bregenz) in der Jahres-Pressekonferenz bekannt.

Geschäftsführer und Mitinhaber Gerhard E. Blum rechnet auch im neuen Wirtschaftsjahr 2006/07 mit einer "anhaltend positiven Entwicklung", in den meisten Märkten zeichne sich eine gute wirtschaftliche Entwicklung ab. Unsicher bleibe nur die Entwicklung der Rohmaterialpreise sowie die Euro-Dollar-Relation. "Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit" sei mit dem Überspringen der Milliarden-Euro-Umsatzgrenze zu rechnen, übte sich die Geschäftsführung in prognostischem Understatement.

Weltweit aktiv

Ertragszahlen gibt das Familienunternehmen nicht bekannt. Die Co-Geschäftsführer Hubert Ploner, Herbert und Gerhard Blum sprachen auf Nachfrage immerhin von einem "zufrieden stellenden Ergebnis" für das abgelaufene Wirtschaftsjahr. Die genauen Daten würden erst im Herbst vorliegen. Blum ist mit 18 Tochtergesellschaften - von USA bis Russland und China - weltweit vertreten, regelmäßig werden global über 80 Märkte bedient. Der Umsatzanteil im Ausland blieb bei 96 Prozent stabil. Hauptabsatzregionen sind die EU (54 Prozent), USA (21) und andere Märkte (25). In Deutschland und anderen europäischen Märkten registrierte Blum eine vorwiegend positive Entwicklung, auch in Nordamerika und Asien waren die Blum-Geschäfte "sehr erfreulich".

Investitionen gestiegen

Die Gesamt-Investitionen der Blum-Gruppe stiegen 2005/06 auf 108,7 Mio. Euro, davon 75,7 Mio. Euro in Vorarlberg. Auch heuer soll wieder in ähnlicher Größenordnung (ca. 100 Mio. Euro) investiert werden. Der Personalstand der Gruppe betrug durchschnittlich 4.357 (+167) Mitarbeiter, davon 3.546 (+349) in Vorarlberg. Mit Stichtag 30. Juni 2006 gab es in der Gruppe 4.516, davon in Österreich 3.647 Mitarbeiter.

Der Beschlägehersteller setzt auf Grund der Hausphilosophie vom "globalen Kundennutzen" auf ständige Innovationen, etwa bei Auszug-Systemen oder Möbelscharnieren für sanftes und leises Schließen von Laden und Türen. Neu ist "Servo Drive", es ermöglicht grifflose Küchen mit hohem Bedienungs- und Bewegungskomfort. (APA)

  • Der Beschlägehersteller setzt auf ständige Innovationen, etwa bei
Auszug-Systemen oder Möbelscharnieren für sanftes und leises
Schließen von Laden und Türen.
    foto: blum

    Der Beschlägehersteller setzt auf ständige Innovationen, etwa bei Auszug-Systemen oder Möbelscharnieren für sanftes und leises Schließen von Laden und Türen.

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