Verschollenes kehrt ins Kupferstichkabinett zurück

10. Juli 2006, 16:13
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Berliner Museum hat Menzel-Gouachen zurückerhalten, die seit sechs Jahrzehnten als verschollen gegolten - Bilder entstanden in Österreich

Berlin - Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat zwei Gouache-Bilder des Malers Adolph von Menzel (1815-1905) zurückerhalten, die seit mehr als 60 Jahren als verschollen galten. Die Werke "Bauernhof in Hofgastein" (1874) und "Schmiede zu Gastein" (1879) wurden auf Grund eines Hinweises des Auktionshauses Christie's, wo sie versteigert werden sollten, als Altbestände der Königlichen Nationalgalerie Berlin identifiziert. Das Berliner Kupferstichkabinett besitzt die umfangreichste Menzel-Sammlung der Welt.

Die beiden mit deckenden Wasserfarben gemalten Kunstwerke entstanden während Menzels Aufenthalten im österreichischen Kurort Hofgastein und wurden 1881 von der Berliner Nationalgalerie erworben. Seit Kriegsende galten die Bilder wie viele andere kostbare Werke aus den Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin als vermisst. Bis zu der Anfrage von Christie's im September 2004 gab es keinerlei Hinweise auf ihren Verbleib.

"Bauernhof in Hofgastein" zählt zu den besonders im späteren Werk seltenen "reinen" Landschaftsbildern Menzels. Mit der "Schmiede zu Gastein" wandte er sich der Arbeitswelt zu, die seit 1875 mit dem "Eisenwalzwerk", einem seiner Hauptwerke, in den Vordergrund gerückt war. (APA/dpa)

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