Axel Rückert neuer Chef des Mobilfunkanbieters debitel

23. Juli 2006, 16:15
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Vorgänger Stodden scheidet auf eigenen Wunsch aus - debitel mit 8,7 Millionen Kunden Nr. 1 in Deutschland

Der deutsche Mobilfunkanbieter debitel hat einen neuen Chef und baut seinen Vorstand um. Axel Rückert ist neuer Vorstandsvorsitzender des Telekommunikationskonzerns, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Der bisherige Chef Paul Stodden (59) scheide auf eigenen Wunsch aus. Der ebenfalls 59 Jahre alte Rückert war bisher Leiter der debitel-Auslandsgesellschaften in Frankreich und den Niederlanden und zuvor Vorstandsvorsitzender des internationalen IT-Dienstleisters Getronics und der Sparte Consumer Communications von Philips.

Sehr erfolgreich

"Paul Stodden hat die erste Phase der Neuausrichtung des Unternehmens in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich vorangetrieben", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hellmut Albrecht. Das Unternehmen werde in seiner Entwicklung im sehr dynamischen Telekommunikationsmarkt nun in eine neue Phase eintreten. Bereits seit Ende Mai sei Maarten Henderson Finanzvorstand, bis die Position spätestens Anfang 2007 von Joachim Preisig übernommen werde. Preisig ist bisher Konzerncontrolling-Leiter der Deutschen Telekom AG.

Profit

Vom 1. August an besetze der heutige McKinsey-Partner Oliver Steil den Vorstand Marketing und Vertrieb der debitel AG, sagte Albrecht weiter. Der Vorstand Kunden und Operations, Christian Friege, bleibe im Amt. Anfang dieses Monats hieß es bereits aus Branchenkreisen, dass der Finanzinvestor Permira den Mobilfunkanbieter mit einem umfassenden Vorstandsumbau auf mehr Profit trimmen wolle. Zwischen den Planzahlen von Permira und dem Ergebnis für 2005 habe es eine deutliche Lücke gegeben. Der für dieses Jahr geplante Börsengang von debitel sei deshalb auf Eis gelegt worden.

Mehr als 8,7 Mio. Kunden

debitel ist nach eigenen Angaben mit mehr als 8,7 Mio. Kunden der größte Mobilfunkanbieter Deutschlands. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr mit europaweit 2.400 Mitarbeitern, darunter 1.500 in Deutschland, einen Umsatz von 2,7 Mrd. Euro.(APA/dpa)

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