Unwetter wüteten in Westdeutschland und der Schweiz

7. Juli 2006, 21:44
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Drei Menschen schwer verletzt - Meteorologen warnen vor weiteren Unwettern

Frankfurt/Main - Wieder haben heftige Unwetter mit Starkregen und Sturm schwere Schäden verursacht. Dabei wurden in Deutschland und der Schweiz mindestens drei Menschen schwer verletzt. Zahlreiche Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-WM wurden abgebrochen. Meteorologen warnten vor weiteren Unwettern.

Am sauerländischen Sorpesee wurde ein 57-Jähriger vom Blitz getroffen und lebensgefährlich verletzt. Laut Polizei hatte der Mann unter einem Baum Schutz gesucht. In Wuppertal erlitt ein 43-Jähriger einen schweren Stromschlag, als er trotz mehrfacher Warnungen seinen voll gelaufenen Keller betrat. Ein Kabel habe das Wasser unter Strom gesetzt, sagte ein Polizeisprecher. Das Opfer lag am Donnerstag im künstlichen Koma. Im schweizerischen Sitten (Kanton Wallis) wurde eine 57-jährige Fußgängerin von einem herunterfallenden Ast schwer verletzt.

Millionenschaden

In der Schweiz verursachten heftige Gewitter einen Millionenschaden. Allein die Gebäudeversicherung Bern rechnete mit einer Schadenssumme von rund 15 Millionen Franken (9,56 Millionen Euro), vor allem wegen Wasserschäden. Hohe Schäden in der Landwirtschaft verursachte zudem ein Hagelsturm zwischen Bern und Luzern. Im ganzen Land mussten Feuerwehren überflutete Wohnungen, Keller und Tiefgaragen auspumpen und Straßen von Schutt, Baumästen und entwurzelten Bäumen befreien.

Wegen unterspülter Gleise und eines Erdrutsches mussten zwei Bahnstrecken unterbrochen werden. Teilweise gab es Stromausfälle. Im Kanton Wallis verursachte ein Blitz einen Waldbrand, den die Feuerwehr mit Hilfe eines Hubschraubers löschen musste. (APA/AP)

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