Stimmen: "Es ist gewaltig"

1. Juli 2006, 23:49
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Zinedine Zidane (Frankreich): "Es ist gewaltig. Wir brauchten ein sehr starkes Spiel und wir haben es gemacht. Wir wussten, dass wir körperlich sehr stark spielen werden müssen, und wir haben auch das geschafft. Wir haben gemeinsam für den verdienten Erfolg gekämpft. Nun werden wir alles versuchen, auch ins Finale vorzustoßen."

Thierry Henry (Frankreich, Torschütze): "Wir haben wirklich gut gespielt. Der Sieg ist nicht gestohlen, wir hatten einen klaren taktischen Plan und der ist perfekt aufgegangen. Wir wollten uns für das, was 2002 passiert ist, rehabilitieren und zeigen, dass wir keine Schwächlinge sind."

Raymond Domenech (Teamchef Frankreich): "Es war außergewöhnlich. Es gibt keine Worte, um zu erklären, was und wie ich das Spiel erlebt habe. Ich habe mit ihnen (Spielern, Anm.) getackelt, ich bin gesprungen, ich bin gelaufen, ich habe den Ball gehalten, ich habe alles gemacht. Ich bin mit unermesslichem Glück erfüllt. Gegen Portugal wird es nicht leicht werden, aber im Moment genieße ich den Sieg. Jetzt sind wir im Halbfinale."

Willy Sagnol (Frankreich-Verteidiger): "Wir haben es geschafft, unsere gute Defensivleistung, die wir schon gegen Spanien gezeigt haben, zu wiederholen. Das hat sich wieder bezahlt gemacht."

Carlos Alberto Parreira (Brasilien-Teamchef): "Das ist ein ganz schlimmer Moment für uns. Wir haben gewusst, dass es nicht leicht wird für uns, doch damit, dass wir schon jetzt, im Viertelfinale, ausscheiden, hat niemand von uns gerechnet. Wir haben vor allem gewusst, wie gefährlich die Franzosen bei ruhenden Bällen sind, da haben sie ihre Künstler. Wir haben zwar gut angefangen, doch danach wurde Frankreich immer stärker. Sie standen sicher in der Defensive und haben es immer wieder über die Flügel probiert. Wir müssen diese Niederlage akzeptieren, obwohl wir eigentlich immer daran gedacht haben, bis ins Finale zu kommen. Jetzt müssen wir uns für die Zukunft neu orientieren."

Franz Beckenbauer (OK-Chef und Weltmeister als Spieler 1974 sowie als deutscher Teamchef 1990): "Die Brasilianer sind eigentlich vom ersten Spiel an nicht richtig auf Touren gekommen. Es genügt nicht, wenn man nur 10 oder 15 Minuten pro Spiel gut spielt. Das haben sie jetzt erfahren und jetzt fahren sie nach Hause. Man erwartet bei den Brasilianern immer das Besondere. Das haben sie nicht gezeigt. Es waren zu viele Stotterer dabei. Natürlich sind wir alle jetzt ein bisschen enttäuscht, aber am meisten enttäuscht sind natürlich die Brasilianer."

Pele (Brasilien-Legende): "Trainer Carlos Alberto Parreira hat ja schon vor dem Turnier gesagt, dass er sich mehr Einsatz wünscht. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben die ersten 15 bis 20 Minuten gut gespielt. Dann sind die Franzosen selbstbewusster geworden. Frankreich war als Mannschaft besser. Der Meister des Spiels war Zinedine Zidane."

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