Steirer stach auf Bruder ein: Sechs Jahre Haft

2. Juli 2006, 19:23
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Geschworene entschieden auf absichtliche schwere Körperverletzung - Urteil nicht rechtskräftig

Leoben - Wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung wurde am Donnerstag ein Obersteirer von einem Geschworenengericht in Leoben zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der 28-jährige hatte im Februar dieses Jahres seinem Bruder mit einem Dolch eine lebensgefährliche Stichwunde am Rücken zugefügt. Das Gericht verfügte außerdem die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Anklage hatte auf versuchten Mord gelautet, doch der Geschworenensenat entschied, dass es nur eine absichtliche schwere Körperverletzung war. Laut psychiatrischen Gutachten leidet der Täter unter einer dissozialen Persönlichkeitsstörung und an chronischem Alkoholismus. Er war zur Tatzeit zurechnungsfähig. Auslöser für den folgenschweren Streit soll ein ferngesteuertes Auto gewesen sein. Beide Brüder sind einschlägig vorbestraft, der Angeklagte war erst im März 2005 aus der Haft entlassen worden. (APA)

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