US-Militär setzt verstärkt auf Roboter

12. Juni 2000, 11:12

Roboter "Lemming" wird für Aufklärungsmissionen getestet

Die US-Marineinfantrie (USMC) wird zwei Roboter für Testzwecke anschaffen. Spezialisiert auf städtische Umgebungen, sollen sie im unbekannten und gefährlichen Gelände eigenständig Aufklärungsmissionen durchführen. Die beiden Systeme spiegeln den Trend in den amerikanischen Streitkräften, für gefährliche Missionen wie Minenräumung und Aufklärung zunehmend autonome, unbemannte Luft-, Unterwasser- und Bodenfahrzeuge einzusetzen. Die Roboter, der K8 der Firma iRobot, die auch "interaktive Spielzeuge" herstellt, und der Lemming der Firma Foster Miller, sind beides kleine Kettenfahrzeuge, die mit verschiedenen Sensoren ausgerüstet sind.

Der K8 ist 60 Zentimeter lang und 50 Zentimeter breit und 17 Zentimeter hoch. Mit einem Gewicht von 13 Kilogramm ist er leicht genug, um durch ein Fenster in das Innere eines Gebäudes geworfen zu werden, um dort seine Mission auszuführen. Der Roboter kann Stiegen steigen, richtet sich automatisch wieder auf, falls er umkippt und verkraftet einen Sturz aus zwei Metern Höhe. Ausgerüstet ist das Gerät mit einer schwarz-weiß Kamera, Mikrofonen und Scheinwerfern. Die Informationen werden auf einen Flachbildschirm übertragen.

Sich dem Feind durch Abwasserleitungen annähern...

Der Lemming ist etwas schmäler und länger als der K8. Der Roboter verfügt über einen Arm, der mit einer Kamera bestückt ist und Objekte manipulieren kann. Er kann für längere Zeit unter Wasser operieren und sich seinem Ziel durch Abwasserleitungen annähern. (pte/red)

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