Krise bei Airbus weitet sich aus

3. Juli 2006, 19:06
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Auch wenn sich die Anzeichen, dass EADS-Co-Chef Forgeard seinen Sessel räumen muss, verdichten, schließt dieser seinen Rücktritt beharrlich aus: "Bin kompetent und ehrlich"

Paris - Nach den Lieferverzögerungen beim Super-Airbus A380 und Vorwürfen des Insiderhandels hat der französische Ko-Chef des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Noël Forgeard, einen Rücktritt ausgeschlossen. "Ich bin kompetent und ehrlich, es kommt nicht in Frage, dass ich zurücktrete", sagte Forgeard laut Abgeordneten am Mittwochvormittag in Paris bei einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Finanzausschuss der Nationalversammlung.

Forgeard betonte demnach, er sei beim Verkauf eines EADS-Aktienpakets, der ihm im März einen Nettogewinn von 2,5 Millionen Euro gebracht hatte, nicht über mögliche Verzögerungen beim A380 informiert gewesen. Davon habe er erst im Mai erfahren.

Die Bekanntgabe der verzögerten A380-Auslieferung hatte den Kurs der EADS-Aktie vor zwei Wochen einbrechen lassen. Politiker und Aktionärsschützer hatten daraufhin eine Untersuchung der EADS-Aktienverkäufe durch Forgeard und Spartenchefs des Konzerns verlangt. Am Dienstag ließ die französische Finanzmarktaufsicht AMF auch den Pariser EADS-Sitz durchsuchen, wo Forgeard sein Büro hat. (APA/AFP)

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    Forgeard: "Ich bin kompetent und ehrlich, es kommt nicht in Frage, dass ich zurücktrete."

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