Schutzgelderpresser suchten Wiener Lokale heim

30. Juni 2006, 11:53
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Männer verlangten unter Gewaltandrohung wöchentliche Zahlungen von den großteils türkischen Lokalbesitzern

Wien - Fünf Schutzgelderpresser haben seit Mitte Juni Lokalen in Wien zu schaffen gemacht. Die Männer suchten in den vergangenen Wochen fünf verschiedene Betriebe in Wien-Margareten, Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring heim. Drei Täter wurden am Sonntag bei Schutzgeldeintreibungen von Cobra-Beamten und der Polizei festgenommen. Die beiden weiteren Verdächtige werden noch gesucht.

Unter der Androhung von Gewalt hätte die Gruppe wöchentliche Geldbeträge von den - großteils türkischen - Lokalbesitzern gefordert. Auch bulgarische Mädchen, laut eigenen Angaben als Gäste im Lokal, seien Opfer der Schutzgelderpresser geworden, so die Wiener Polizei am Dienstagabend. Zu gewaltsamen Übergriffen sei es dabei aber nicht gekommen. Insgesamt hätten die Männer etwa 1.800 Euro erpresst.

Bei Einvernahmen zeigten sich die Täter bisher wenig gesprächsbereit. Allerdings gebe es sehr viele belastende Aussagen von Opfern, so die Exekutive. Weitere Geschädigte können sich unter der Wiener Telefonnummer 31310/DW 33151 melden. (APA)

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