Jede dritte Frau weltweit misshandelt

27. Juni 2006, 13:38
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Wiener Kongress zu Gewalt und Aids zeigt Zusammenhänge auf

Wien - Jede dritte Frau weltweit wird geschlagen, zu sexuellen Handlungen gezwungen oder auf andere Art und Weise misshandelt. Dieses erschreckende Faktum präsentierte die Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und internationale Zusammenarbeit bei einem Kongress am Montag in Wien.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag appellierten die Vortragenden an Institutionen in Österreich. Erwartet werden nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern Aufklärung und Hilfe mit vorhandenem Know-how.

Frauen berichten

Vier Frauen aus Ruanda, Saudi Arabien, Pakistan und den Philippinen erzählten von den Zuständen in ihren Ländern, und gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Misshandlungen an Frauen hänge unmittelbar mit HIV Aids zusammen, informierte die Initiatorin Edit Schlaffer. "Die Krankheit wird zu einem zunehmenden Problem auf der ganzen Welt, genauso wie Gewalt gegen Frauen", so Schlaffer.

Besonders dramatisch scheint die Lage in Afrika. "Vergewaltigte Frauen werden von ihren Familien oft ausgestoßen, Kinder, die aus solchen Vergehen entstanden sind, einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen", schilderte Justine Mbabazi, Gender-Expertin und Rechtswissenschaftlerin die Lage in ihrem Heimatland. Auch in Saudi Arabien sei die Lage drastisch: "Die Vergewaltigungen in unserem Land werden zumeist nicht von Fremden begangen, sondern finden innerhalb der Familie statt", sagte Maha al Muneef, Ärztin in Saudi Arabien. (APA)

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