Barbara Neuwirth erhält Anton Wildgans-Preis

30. Juni 2006, 12:15
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Literarische Auszeichnung mit 10.000 Euro Dotation für österreichische Autorin

Wien - Die österreichische Autorin Barbara Neuwirth (47), wird am Donnerstag, 29. Juni, im Wiener Haus der Industrie mit dem mit 10.000 Euro dotierten Anton Wildgans-Preis 2005 ausgezeichnet, teilte die Industriellenvereinigung am Montag in einer Aussendung mit. Die Laudatio hält heuer Marianne Gruber, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur.

Wissenschaftliche Sozialisierung

Barbara Neuwirth wurde am am 13. November 1958 in Eggenburg/Niederösterreich geboren und übersiedelte 1968 nach Wien. 1977- 1981 studierte sie Geschichte, von 1981-1992 Ethnologie an der Universität Wien. Seit 1985 arbeitet Neuwirth als Lektorin des Wiener Frauenverlags, seit 1989 ist sie Herausgeberin der wissenschaftlichen Reihe "Frauenforschung".

Bisher erhielt sie zahlreiche Preise, darunter 1986 und 1993 den Förderungspreis für Literatur des Theodor-Körner-Stiftungsfonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst, das Nachwuchsstipendium für Literatur des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst (1988), 1993 das Hans-Weigel-Literaturstipendium des Landes Niederösterreich sowie zwei Staatsstipendien für Literatur.

Prosa und Theater

Ihr Werk umfasst Prosa und Theaterstücke, unter anderem "In den Gärten der Nacht. Phantastische Erzählungen" (1990), "Dunkler Fluß des Lebens. Erzählungen" (1992), "Im Haus der Schneekönigin. Novelle" (1994), zuletzt erschien "Über die Thaya. Ill.: Georg Koenigstein" im Jahr 2000. 2003 wurde das Theaterstück "Antigone. Und wer spielt die Amme" uraufgeführt, es folgte "Eurydike", das im Jahr 2004 im Rahmen des Brucknerfestes gespielt wurde, zuletzt erschien "Eurydike Revisited".

Der Anton Wildgans-Preis Preis wurde im Jahr 1962 das erste Mal vergeben. Die Auszeichnung wird jährlich an einen österreichischen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation, "dessen Schaffen die abschließende Krönung noch erwarten lässt", verliehen. Der Preis wurde bisher u.a. an Thomas Bernhard, Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Ernst Jandl, Christoph Ransmayr, Brigitte Hamann, Michael Köhlmeier und Peter Rosei verliehen. Im Vorjahr wurde Hans Raimund mit dem Preis ausgezeichnet. (APA)

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