Teilgewerkschaften

5. Oktober 2006, 19:20
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GPA-Block verfügt über rund 290.000 Mitglieder

Mit der Fusion von GPA und Druckern, dem Zusammenschluss von Metallern und Agrar-Nahrung-Genuss(2006) sowie Eisenbahnern, Transport und Tourismus-Gewerkschaft (2007) wird es künftig nur noch maximal neun Teilgewerkschaften im ÖGB geben.

Der GPA-Block verfügt über rund gut 290.000 Mitglieder, jener der Metaller über knapp 240.00 - käme die Chemie dazu, wären es etwa 270.000. Ebenfalls zu den Metallern tendieren die Bauarbeiter, die zwar als chronisch finanzschwach gelten, mit 146.000 Mitgliedern aber die Metaller zur größten Gewerkschaft machen würden.

Der dritte große Block in der Gewerkschaft ist der Öffentliche Dienst mit knapp 230.000 Mitgliedern. Hier wird es wohl nicht zur an sich logischen Fusion mit den Gemeindebedienstetenkommen - aus Gründen der Farben-Lehre. Die GÖD ist die einzige VP-geführte Gewerkschaft, die Gemeindebediensteten sind SP-dominiert, ein Zusammenschluss daher aus machtpolitischen Gründen so gut wie auszuschließen. Ebenfalls derzeit eigenständig unterwegs ist die Post-Gewerkschaftund die kleine Gewerkschaft Kunst/Medien/Sport/Freie Berufe, die allerdings auch nicht unbedingt umworben wird.

Grund für die Fusionen sind in erster Linie die sinkenden Mitgliederzahlen, die vor allem den kleineren Teilorganisationen finanzielle Probleme schaffen. Durch die Zusammenlegungen können Doppelgleisigkeiten vermieden und damit Geld gespart werden. Von den Gewerkschaften wird argumentiert, dass durch die Fusionen die Schlagkraft erhöht werde. (red, DER STANDARD, Print, 26.6.2006)

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