EU soll Zivilgesellschaft in Afrika einbeziehen

26. Juni 2006, 15:08
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Konferenz "Sound of Africa"in Wien

Wien - "Senegal in die EU" forderte die "Österreichische EU-Plattform entwicklungspolitischer NGOs" symbolisch am Donnerstag anlässlich der internationalen Konferenz "Sound of Africa"über die neue Afrika-Strategie der EU in Wien. Der Vorsitzende der EU-Plattform Johannes Trimmel mahnte ein, dass die afrikanischen NGOs in die Umsetzung der Strategie, die im Herbst beschlossen wurde und nun ausgearbeitet wird, stärker einbezogen werden.

In der neuen EU-Afrikastrategie geht es nicht mehr primär um Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch um Frieden und Sicherheit, gute Regierungsführung und Handel und regionale Ent-wicklung.

Athanassios Theodorakis, Vize-Generaldirektor der Ge-neraldirektion Entwicklung der EU-Kommission, sagte am Donnerstagabend bei ei-ner Podiumsdiskussion: "Ich stimme der Kritik völlig zu. Wir waren in der ersten Pha-se der Strategie nicht in der Lage, alle Akteure einzube-ziehen."

Die Zivilgesellschaft habe etwa keinen direkten Zugang zu den Geldern. In diesem Bereich müsse man die EU-Politik überprüfen. (awö/DER STANDARD, Printausgabe, 24./25. Juni 2006)

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