Anzeige gegen Wiener Polizeigeneral zurückgelegt

11. Juli 2006, 12:44
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Staatsanwaltschaft weist Vorwürfe, Horngacher habe Unterlagen über Bawag-Geschäfte "verstauben" lassen, als "falsch "zurück

Wien - Als "Sturm im Wasserglas" stellte sich der von der Wiener FPÖ und der Gratiszeitung "Heute" erhobene Vorwurf heraus, der Wiener Polizeigeneral Roland Horngacher habe 1998 als Leiter der Wirtschaftspolizei (WIPO) von einer "Profil"-Journalistin über dubiose Karibik-Geschäfte der Bawag erfahren und diese Unterlagen "in einem Aktenschrank verstauben" lassen. Die Staatsanwaltschaft Wien hat am Freitag die gegen Horngacher gerichtete Anzeige wegen Amtsmissbrauchs zurückgelegt.

Wie die Staatsanwaltschaft feststellte, betrafen die Unterlagen, in denen es um Untreue und Betrug im Zusammenhang mit einer "dubiosen Firma in der Karibik" ging, gar nicht unmittelbar die Bawag , sondern den börsennotierten Dichtungshersteller und Bawag-Großkunden Economos. Diese waren am 24. September 1998 an die Anklagebehörde weitergeleitet worden. "Der gegen Mag. Roland Horngacher erhobene Vorwurf ist daher falsch", stellte Walter Geyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, am Freitagnachmittag klar. (APA)

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