Stadion Rothneusiedl: Grundstücks­ankäufe bald abgeschlossen

3. Juli 2006, 09:40
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Häupl: "Teilungsvertrag" zwischen Wien und Magna geplant

Wien - Ein wichtiger Meilenstein für den Bau des geplanten neuen Wiener Fußball-Stadions steht bevor: Laut dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) sollen die notwendigen Grundstücksankäufe demnächst abgeschlossen sein. Anschließend steht die Unterzeichnung eines Vertrages zwischen der Stadt und dem Betreiber der Sportstätte - Frank Stronachs Magna - bevor. Die neue Austria-Arena wird in Rothneusiedl, im Süden der Stadt, entstehen.

Details über die Grundstücksankäufe will Häupl in etwa zwei Wochen bekannt geben, keinesfalls vorher: "Nicht weil ich jetzt nicht könnte, aber ich werde mich hüten, jetzt ganz am Schluss noch eine öffentliche Aussage über Grundstückskäufe zu machen", sagte Häupl im Interview mit der APA. Denn es bestehe die Gefahr, dass das Preisniveau wieder steige.

Flächenwidmung für das Gelände gibt es noch keine. Eine solche mache man erst, wenn man Grundstücke gekauft hat, betonte Häupl. Auch die Umweltverträglichkeitsprüfung steht noch bevor - und komme erst dann, wenn es vom Betreiber die Pläne gebe. Doch dies sei "nicht sein Job", so Häupl: "Mein Job endet ab dem Zeitpunkt, wo wir einen Teilungsvertrag machen mit Magna. Ab dem Zeitpunkt ist es dann Angelegenheit der Magna."

Das Prinzip sei relativ einfach: Die Sportflächen werden laut Häupl von den anderen Teilen "scharf abgegrenzt" werden. Darum sei der Teilungsplan wahrscheinlich erst nach einer entsprechenden Flächenfestlegung zu machen. Die Sportflächen werden von der Stadt zur Verfügung gestellt. Für Errichtung und Betrieb des Stadions bzw. des vorgesehenen Sportzentrums ist Magna verantwortlich, wobei die Fertigstellung zuletzt für 2010 in Aussicht gestellt wurde.

Der andere Bereich, also etwa auch ein mögliches Einkaufszentrum, seien "selbstverständlich EU-konform" zu erwerben. Laut Häupl sollen diese Flächen zu marktüblichen Preisen angeboten werden: "Wir lassen uns sicher nicht - weder Magna, noch die Stadt Wien - auf ein Verfahren wegen unerlaubter Beihilfe ein, ganz sicher nicht."(APA)

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