Evakuierungen wegen meterhoher Wellen an Küste Mittelamerikas

21. Juni 2006, 20:00
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Sturm im Südpazifik - Bis zu sechs Meter hohe Wellen - Evakuierungen auch in Arizona und Texas

Managua - Bis zu sechs Meter hohe Wellen haben an der Pazifikküste Mittel- und Südamerikas zahlreiche Häuser zerstört und hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Allein in Nicaragua wurden 200 Menschen in Sicherheit gebracht, wie der Zivilschutz am Dienstag mitteilte. Mindestens 20 Häuser wurden zerstört. Ausgelöst wurden die riesigen Wellen nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami von einem Sturm im Südpazifik.

Stürme bis nach Chile

Betroffen waren Küstengebiete von Mexiko bis Ecuador. Sogar bis in den Norden Chiles wurden Strände geschlossen, dort gab es offenbar aber keine Schäden. In El Salvador erreichten die Wellen eine Höhe von bis zu sechs Metern, Dutzende Menschen wurden evakuiert. In Guatemala zerstörte vier Meter hohe Wellenberge ein kleines Hotel. Aus Costa Rica wurden Überschwemmungen in Küstengebieten gemeldet. Am Strand von Acapulco in Mexiko setzten zwei Meter hohe Wellen Restaurants und Nachtclubs unter Wasser. Teile von Texas unter Wasser

Wetterkapriolen gab es auch in den USA: Während im südwestlichen US-Staat Arizona bei heißem und extrem trockenen Wetter Waldbrände wüten, stehen Teile von Texas nach massiven Regenfällen unter Wasser. In Arizona kämpften am Montag mehrere hundert Feuerwehrleute bei Temperaturen von knapp 40 Grad Celsius in einem beliebten Ausflugsgebiet gegen schnell um sich greifenden Flammen an.

Die Bewohner von 500 Häusern nahe der Stadt Sedona, auf halber Strecke zwischen Phoenix und dem Grand-Canyon-Nationalpark, wurden vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. In dem betroffenen Oak Creek Canyon seien schon über 500 Hektar Wald- und Buschland in Flammen aufgegangen, berichtete der Fernsehsender CNN.

Nach sintflutartigen Regenfällen im Großraum Houston rief der Gouverneur von Texas, Rick Perry, am Montag die Nationalgarde zur Hilfe. Zahlreiche Straßen standen unter Wasser. Mehrere Flutopfer wurden von den Dächern ihrer Häuser gerettet. Der Wetterdienst sagte für diese Woche weitere heftige Niederschläge in der zu dieser Jahreszeit gewöhnlich trockenen Region voraus. (APA/dpa)

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