Gefahrenzone Sofa

31. Juli 2006, 15:42
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Ist der Fußballsport selbst nicht ungefährlich, so scheint auch das gemütliche Verfolgen die eigenen vier Wände in eine Gefahrenzone zu verwandeln

Es gibt doch WM-Überraschungen. Die thailändische Regierung etwa erlaubte ihren buddhistischen Geistlichen, die Übertragung von Spielen anzuschauen. Der Umgang mit weltlichen Dingen wie Fußball sei gut für die religiöse Erziehung, so die Begründung. Allerdings müsse beim Fußballgucken Ruhe herrschen, und es dürften keine Wetten abgeschlossen werden.

Sehr weise, gewisse Seherregeln zu definieren. Denn: Ist der Fußballsport selbst nicht ungefährlich, so scheint auch das gemütliche Verfolgen der Rasenereignisse die eigenen vier Wände in eine Gefahrenzone zu verwandeln.

Herzinfarkt nach dreitägigem WM-Fernsehmarathon

Nach dreitägigem WM-Fernsehmarathon hat etwa ein chinesischer Fan einen Herzinfarkt erlitten. Es geschah, als er mitansehen musste, wie Portugal gegen Angola eine Torchance vergab. Alkohol war dabei. Das Leben des Mannes konnte aber gerettet werden.

Auch die Niederlande liefern Gefahrenbelege. So brachte eine Familie ihr Sofa zum Einsturz, als beim Tor von Arjen Robben gegen Serbien/Montenegro alle Familienmitglieder zeitgleich von der Couch aufsprangen und sich wieder fallen ließen.

Zusätzliche Gefahren ergeben sich dann auch noch durch seltsame Turniere! Mehr als 82 Stunden hat ein Amsterdamer vor dem Gerät WM schauend durchgehalten und damit einen Wettbewerb (Preis: Tickets fürs Finale) eines Radiosenders gewonnen. Seine fünf Kontrahenten waren vor ihm eingeschlafen, sie leben aber. Dennoch: Wir sollten bitte nicht vergessen, es ist nur ein Spiel. (tos/DER STANDARD, Printausgabe, 20.6.2006)

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