Kein Konnex mit Suizid

16. Juli 2006, 20:58
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58-jähriger Geschäftsmann hat aus gesundheitlichen Gründen in den Tod gestürzt

Wien - Der Suizid eines Wiener Steuerberaters vor einem Monat hatte nichts mit der so genannten Sauna-Affäre zu tun. Wie Oberst Roland Frühwirt von der ermittelnden Kriminaldirektion 1 am Freitag auf Standard -Anfrage mitteilte, habe sich der 58-jährige Geschäftsmann aus gesundheitlichen Gründen in den Tod gestürzt. Auch die Überprüfung der Firmenbeteiligungen des Verstorbenen hätten keine direkte Verbindung zu dem inkriminierten Etablissement in Wien-Simmering ergeben.

Wie berichtet, soll in dem Lokal illegale Prostituion betrieben worden sein. Deshalb befindet sich nicht nur der Geschäftsführer der Sauna in U-Haft. Auch zwei Wiener Top-Kriminalisten verdanken der Affäre Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs. Der (suspendierte) Kripo-Chef Ernst Geiger soll eine Razzia in dem Lokal dem Geschäftsführer verraten haben, Landespolizeikommandant Roland Horngacher wiederrum soll den Termin einer Razzia an Medien weitergegeben haben. Beide Beamte weisen die Vorwürfe zurück. In der Medienfrage stellte die Bundespolizeidirektion (BPD) nun fest, dass "die Teilnahme von Journalisten bei der Durchführung der Razzien in diversen Rotlichtlokalen durch die Pressestelle der BPD Wien offiziell am 24. 3. 2006 genehmigt wurde."Begründung: "Menschenhandel und damit in Zusammenhang stehenden Krimi- nalitätserscheinungsformen sind eines der bedeutensten kriminalpolizeilichen und sicherheitspolitischen Themen." (simo, DER STANDARD - Printausgabe, 17./18. Juni 2006)

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