8,6 Millionen Euro Geldbuße gegen Coca-Cola

7. Juli 2006, 11:55
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Griechische Wettbewerbsbehörde legt dem Konzern Strafe wegen unlauterer Geschäftspraktiken auf

Athen - Die griechis che Behörde zur Wettbewerbsregulierung hat der Coca-Cola Hellenic Bottling Company (CCHBC) wegen unlauterer Geschäftspraktiken eine Geldbuße von 8,6 Millionen Euro auferlegt. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, verhängte sie die Strafe, weil das Unternehmen Verkaufsstellen zur Vermarktung seiner Produkte verbot, andere als die eigenen Getränkekühlgeräte aufzustellen.

Ebenfalls sanktioniert wurde demnach die "Vorzugsbehandlung" von Kunden, die ausschließlich CCHBC-Produkte vertrieben, gegenüber solchen, die noch andere Waren im Angebot hatten. Das Unternehmen habe es versäumt, einer ähnlichen Entscheidung der Behörde aus dem Jahr 2002 nachzukommen, hieß es. Diese sah vor, dass CCHBC pro Tag, an dem die Auflagen nicht erfüllt wurden, 5869 Euro zahlen musste.

CCHBC ist eine Gesellschaft griechischen Rechts mit Sitz in Maroussi, die als Ankerabfüller für 25 europäische Länder sowie für Nigeria zuständig ist. Als Anchor Bottler werden diejenigen Abfüllunternehmen bezeichnet, an denen Coca-Cola eine Minderheitsbeteiligung hält und die sich den strategischen Zielen und der Förderung der Interessen von Coca-Cola verschrieben haben. CCHBC beschäftigt 41.000 Mitarbeiter, davon 2.400 in Griechenland, und ist an der Börse in London, Australien und Griechenland notiert. (APA)

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