Manager: Je älter, desto fitter

3. Juli 2006, 15:57
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Alteingesessene Führungskräfte gehen mit ihrer Gesundheit wesentlich sorg­fältiger um als jüngere, Stress und psychische Belastung sind die Haupt-Risikofaktoren

Wien - Vier von zehn österreichischen Managern machen mehrmals pro Woche Sport. Insgesamt geben aber nur 14 Prozent aller Führungskräfte an, dass es ihnen gesundheitlich ausgezeichnet geht, 27 Prozent geben gesundheitliche Probleme zu. Manager über 50 fühlen sich fitter als ihre jüngeren Kollegen, ergab eine Umfrage des Wirtschaftsforums der Führungskräfte und des Versicherungskonzerns UNIQA unter 311 heimischen Managern.

Am gesündesten fühlen sich die Manager über 50 Jahren. In dieser Altersgruppe fühlen sich 16 Prozent gesundheitlich ausgezeichnet, bei den 36 bis 50-Jährigen sind das nur zwölf Prozent. Unter den Jüngeren leiden 33 Prozent unter gesundheitlichen Problemen, bei den Managern ab 50 gibt das nur ein Viertel an.

Die Schlussfolgerung aus diesen Zahlen: "Die Führungskräfte der ersten Ebene gehen mit ihrer Work Life Balance wesentlich sorgfältiger um", meint Studienautor Felix Josef anlässlich der Präsentation der Ergebnisse am Dienstag. "Sie hören sensibler auf die Signale ihres Körpers".

Karriereaufstieg zu Lasten der Gesundheit

Die Altersgruppe zwischen 36 und 50 Jahren gehöre in vielen Fällen noch nicht zum Top-Management und versuche alles, um die Karriereleiter in die Höhe zu klettern. Und das gehe zu Lasten des Privatlebens und der Gesundheit.

Weibliche Führungskräfte betrachten das Zusammenspiel zwischen Arbeit und Privatleben deutlich kritischer als ihre männlichen Kollegen, so Josef. So sagen rund die Hälfte aller Managerinnen, dass ihr Privatleben zu kurz komme.

Insgesamt geben über ein Viertel der Manager (27 Prozent) an, an gesundheitlichen Problemen zu leiden. Am häufigsten leiden Führungskräfte an Störungen des Bewegungsapparats (18 Prozent), Stoffwechselproblemen (20 Prozent), und Herz-Kreislauf-Beschwerden (9 Prozent). Immerhin drei Prozent geben psychische Probleme zu.

Stress und Übergewicht

Als persönliche Risikofaktoren werden Stress und psychische Belastung von 57 Prozent der Befragten wahrgenommen, 56 Prozent machen zu wenig Bewegung. Mehr als ein Viertel (38 Prozent) leidet an Übergewicht und ein Drittel (31 Prozent) unter ungesunder Ernährung. Rauchen als Risikofaktor geben nur 13 Prozent der Manager an.

Beliebte Strategie gegen gesundheitliche Probleme ist offensichtlich Sport und Bewegung. 38 Prozent der Befragten gaben an, mehrmals die Woche Sport zu treiben. Sportmuffel unter den Managern sind die unter 35-jährigen, bei den elf Prozent angaben, überhaupt auf Sport zu verzichten. Die aktivsten Führungskräfte sind die über 50-Jährigen, von denen 47 Prozent angaben, mehrmals in der Woche sportlich aktiv zu sein.

Als beliebteste Manager-Sportarten gelten Schifahren, Laufen, Radfahren, und Wandern. Regelmäßig in Fitnessstudios sind nur 22 Prozent aller Befragten anzutreffen. Und nur 17 Prozent der Manager geben an, Golf zu spielen. (APA)

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Uniqa
  • 27 Prozent der Manager bestätigen gesundheitliche Probleme.
    foto: standard/matthias cremer

    27 Prozent der Manager bestätigen gesundheitliche Probleme.

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