400 Expo-Jobs gesichert

8. Juni 2000, 12:11

Zeitkonto-Klausel wurde vereinbart

Hannover - Gut 400 bedrohte Jobs auf der unter Besuchermangel leidenden Expo in Hannover sind zunächst gesichert. Wie die IG Metall als Vertreter der Arbeitnehmerseite am Donnerstag mitteilte, wurde eine Zusatzklausel zum Expo-Tarifvertrag mit der Zeitarbeitsfirma Adecco unter Dach und Fach gebracht. Die Beschäftigten sollen bei der gegenwärtigen Besucherflaute auf der Weltausstellung ein Minuskonto bis zu 100 Arbeitsstunden aufbauen können, um bei besserem Zuspruch entsprechend mehr zu arbeiten.

"Die Regelung steht und fällt natürlich mit den Besucherzahlen", sagte IG-Metall-Sprecher Jörg Köther. So seien die 416 fraglichen Arbeitsplätze im umsatzorientierten Bereich auch nur vorerst gerettet. Über Adecco sind derzeit rund 4.500 Mitarbeiter auf der Expo im Einsatz. Die in der ersten Woche mageren Besucherzahlen führten schon zur Kündigung von 154 Adecco-Beschäftigten, in erster Linie im Souvenirverkauf.

Eine ähnliche Zusatzvereinbarung wie mit Adecco will die Gewerkschaft auch mit dem Personaldienstleister Randstad erreichen, über den nach Köthers Angaben etwa 700 Menschen auf dem Expo-Gelände beschäftigt sind. (APA)

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