Frauenkommission wurde eingerichtet

8. Juni 2000, 12:11

Sie soll mehr Sensibilität für die Probleme von Frauen innerhalb der Kirche bewirken

Innsbruck - Der Innsbrucker Diözesanbischof Alois Kothgasser hält den Einsatz von bewährten verheirateten Männern, sogenannten viri probati, als Priester für diskussionswürdig. Dies ergebe sich angesichts der nötigen Absicherung der Grundfunktionen der Kirche in den Gemeinden für die Zukunft, erklärte der Bischof Mittwochabend bei seinem Medien-Empfang.

Sowohl die Frage der Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern, als auch die Öffnung des Diakonats für Frauen habe die katholische Kirche auf dem Weg in das nächste Jahrtausend zu klären, betonte der Bischof. Entschieden werden müsse, ob nicht die Gewährleistung der Eucharistie wichtiger sei als das Zölibat. "Den Menschen ist so gut wie möglich zu dienen", meinte Kothgasser. Dabei gelte es auch, Spannungen zwischen Klerikern und Laien zu bewältigen.

Zur verstärkten Einbindung von Frauen in der Diözese sei bereits eine spezielle Frauenkommission eingerichtet worden, die mehr Sensibilität für die Probleme von Frauen innerhalb der Kirche bewirken soll, unterstrich der Bischof. Auch in den kirchlichen Gremien sollen Frauen verstärkt eingesetzt werden. (APA)

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