Ein Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 2526

8. Juni 2000, 10:57

Die Erde hat ihre ganze Pracht und Schönheit verloren. Ein Komet schlug vor einem Jahr ein und zerstörte fast ganz Asien. Die Menschen, die zum Zeitpunkt des Einschlages noch nicht in Sicherheit waren, überlebten ihn nicht. Viele haben sich ins Ausland gerettet, aber man nimmt an, dass nicht einmal ein Drittel aller Asiaten den Einschlag sicher überstanden haben.

Den Rest der Welt haben gefährliche Sonnenstrahlen zerstört. Die Ozonschicht gibt es wegen der Umweltverschmutzung schon lange nicht mehr. Man darf nicht ohne Schutzanzug ins Freie gehen und die Fenster müssen vollkommen verdunkelt werden.

Die Pflanzen sind alle verdorrt. Nahrung aus landwirtschaftlichen Betrieben gibt es nicht mehr. Bevor der Komet einschlug und bevor die Ozonschicht verschwand, sammelten die Wissenschafter Korn und Tiere, weil man wusste, dass man, wenn erst der Komet eingeschlagen hatte, die Nahrung mit Gentechnik erzeugen musste. Das ist natürlich ungesund. Die Lebensdauer der Menschen ist rapide gesunken. Es wird nur noch mit 45 bis 50 Jahren gerechnet. Der älteste Mensch zur Zeit ist 51 Jahre alt. Alle, die älter waren, starben bereits an den Strahlen, da sie der Körper nur bis etwa 50 Jahren verkraften kann, wenn ein Schutzanzug getragen wird. Die älteren Leute konnten selbst mit Anzug den Strahlen nicht standhalten.

Tiere konnten nur ganz vereinzelt überleben. Alle frei lebenden mussten qualvoll sterben, nur Haustiere konnten sich retten. Die, die noch leben, müssen den ganzen Tag im Haus bleiben. Allerdings entwickeln Forscher gerade den Schutzanzug für Haustiere. Mittlerweile gibt es nur noch 123 Hunde, 205 Katzen und 156 Hamster weltweit.

Die Menschen hören aber nicht auf. Immer noch gibt es Millionen von Fabriken, die die Umwelt verschmutzen. Momentan ist es noch unerträglich heiß, aber Wissenschafter vermuten, dass bald der Rauch und der Schmutz in Form von riesigen Wolken die ganze Welt verdunkeln wird. Dann wird es eine Eiszeit geben, weil die Sonnenstrahlen nicht mehr bis zur Erde durchdringen.

Der ganze Alltag ist schwieriger geworden. Die Menschen müssen künstlich hergestellte Nahrung essen und Wasser wird es nicht mehr lange geben. Die Ozeane sind ausgetrocknet. Riesige Wasservorräte werden noch etwa fünf Monate die Lebewesen auf der Erde versorgen. Doch was passiert dann? Die Menschheit hat sich selbst vernichtet.

Die einzige Chance, die die Wissenschaftler sehen, ist, eine Zeitmaschine zu entwickeln und in die Vergangenheit zu reisen. Dort könnte man an die Leute appellieren, sie sollten vorsichtig mit der Umwelt sein, aber wer weiß, ob das was nützen würde. Außerdem weiß niemand, wie man eine Zeitmaschine entwickelt. Man hätte spätestens im Jahr 2000 anfangen müssen, die Umwelt sauber zu halten. Aber vielleicht wäre es zu dieser Zeit auch schon zu spät gewesen. Niemand wollte so richtig daran glauben, dass so etwas wie jetzt jemals passieren würde und nun meinen alle, der Komet sei Schuld. Er hat zwar einen Teil der Erde vernichtet, aber zum Großteil haben sich die Menschen all das Leid selbst zuzuschreiben. Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis die Menschheit aussterben wird.

Marlies Kitzwögerer, 2E, RG Anton Kriegerg. 25, 1230 Wien

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