Online-Briefmarke ab sofort auch über Firefox

31. Juli 2006, 12:25
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Deutsche Post weitet Angebot aus - Kein Bedarf in Österreich

Die Deutsche Post weitet ihr Online-Briefmarkensystem Stampit Web aus. Das bisher auf den Internet Explorer beschränkte Frankiersystem ist ab sofort auch über Mozilla Firefox verwendbar. Im Zuge des Updates wurde Stampit Web gleich auch tauglich für den Internet Explorer 7 beziehungsweise dessen Vorabversion gemacht. Mit dem onlinebasierten Service sind Kunden der Deutschen Post in der Lage, eigenhändig Briefmarken für Pakete und Briefsendungen auszudrucken und sich so den Weg ins Postamt zu ersparen.

Trend

"Die klassische Briefmarke wird es natürlich immer geben", meint Deutsche-Post-Pressesprecher Uwe Bensien im pressetext-Gespräch. "Dennoch kann man sich heute nicht mehr dem Trend verschließen, dass Menschen über das Internet 24 Stunden am Tag aktiv und unabhängig sein wollen", so Bensien. Die Stampit-Dienste bezeichnet er als sinnvolle und erfolgreiche Ergänzung zum bestehenden Angebot. Folglich wolle man diese auch in Zukunft noch weiterentwickeln und optimieren.

Mehr Nutzer

Mit der Öffnung des Angebots für Firefox-Anwender möchte die Deutsche Post einen noch größeren Benutzerkreis ansprechen. Für die Umsetzung der Lösung setzt die Deutsche Post auf eine Kooperation mit Softwarehersteller Adobe und dem Softwareunternehmen GFT. Stampit Web wurde von der Deutschen Post Anfang 2005 zunächst für eBay-Kunden ins Leben gerufen und danach schrittweise der gesamten Internet-Community zur Verfügung gestellt. Bereits einige Jahre zuvor hatte die Deutsche Post eine spezielle Software angeboten, mit deren Hilfe der selbstständige Ausdruck von Briefmarken möglich wurde.

Zur Zeit gibt es bei uns keine Überlegungen, ein Stampit-ähnliches Modell einzuführen"

Entgegen den Bestrebungen der deutschen Kollegen setzt man bei der Österreichischen Post weiterhin auf Abwarten. "Zur Zeit gibt es bei uns keine Überlegungen, ein Stampit-ähnliches Modell einzuführen", erklärt Michael Homola, Pressesprecher der Österreichischen Post, auf Anfrage von pressetext. Eine gewisse Stampit-Euphorie, die vor einigen Jahren kurzfristig auch nach Österreich übergeschwappt sei, habe sich mittlerweile wieder gelegt. Deshalb warte man die weitere Entwicklung lieber ab. "Der technische Aufwand für ein derartiges Projekt muss sich einfach rechnen", ortet Homola in Österreich derzeit eine zu geringe Nachfrage. (pte)

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