UNO-Sonderberichterstatter fordert Schließung

14. Juni 2006, 15:12
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Nowak: "Festhalten der USA an Guantanamo immer untragbarer" - Auch Amnesty International verlangt Ende des Lagers

Wien/London - Nach dem Selbstmord von drei Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo haben Menschenrechtsexperten neuerlich dessen Schließung gefordert. Die Suizide seien Beleg für "die Verzweiflung der Menschen, die zum Teil seit vier Jahren festgehalten werden und nicht die geringste Ahnung von der Dauer der 'Strafe' haben", sagte der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, der Österreicher Manfred Nowak, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Nowak wies darauf hin, dass bereits zahlreiche Selbstmordversuche in Guantanamo dokumentiert worden seien. Das Festhalten der USA an Guantanamo werde "immer untragbarer", sagte der österreichische Jurist.

Auch die Menschenrechtsgruppe Amnesty International verlangte die Schließung von Guantanamo. Die USA müssten dort "die Rechtlosigkeit beenden", erklärte ai in London. Es habe bereits "zahlreiche Selbstmordversuche" in dem Lager gegeben. Nun hätten offenbar die ersten zum Tode geführt. (APA)

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    Der UNO-Sonder-
    berichterstatter Manfred Nowak und Amnisty International fordern die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo.

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