Recht auf sexuelle Aufklärung

7. Juni 2000, 20:25

Vatikan und Polen stellen sich gegen Aufklärung von Kindern und Jugendlichen durch staatliche Stellen

Zum Thema sexuelle Aufklärung war am Mittwoch bei der UNO-Sonderkonferenz "Frauen 2000" in New York keine Übereinstimmung absehbar. Vor allem die Delegation Polens sowie des Vatikans stemmten sich nach Angaben von Diplomaten erneut dagegen, dass ein Recht für Kinder und Jugendliche auf sexuelle Aufklärung durch staatliche Stellen als Ziel formuliert wird.

"Die katholische Kirche will das nach wie vor allein den Eltern überlassen", sagte eine westliche Delegierte. "Angesichts der besonderen Verbindung zwischen Warschau und dem Heiligen Stuhl ist es kein Wunder, dass Polen hier der große Bremser ist." Keinen Konsens gab es auch hinsichtlich der Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und ebenso wenig zum Thema sexuelle Orientierung sowie zur weltweiten Festschreibung des Rechts von Frauen, ihrem Ehemann Sex oder ungewollte Schwangerschaften zu verweigern. (APA/red)

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