Wasserqualität in heimischen Seen leicht gesunken

17. Juli 2006, 11:14
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Badegewässer-Bericht der EU: 97 Prozent erfüllen Mindeststandards

Brüssel - Die Wasserqualität in Österreichs Seen hat sich 2005 im Schnitt leicht verschlechtert. Das geht aus dem in Brüssel veröffentlichten Badegewässer-Bericht 2006 der EU-Kommission hervor. Immerhin erfüllten aber noch immer 97 Prozent der 268 geprüften Badegewässer die vorgeschriebenen EU-Mindeststandards und 81,7 Prozent sogar die freiwilligen höheren Qualitätsstandards.

Im Jahr davor waren die heimischen Badeseen so sauber wie noch nie seit Messungsbeginn. Damals hatten 98,9 Prozent die Mindeststandards und 83,1 Prozent die strengeren Werte erreicht. Außerdem erhielten im jüngsten Bericht acht Badeteiche bzw. Flussbäder (Badeteich Poysdorf, Badesee Andau, Donau Weißenkirchen, Thiersee-West, Flussbad Langenlois, Donau Altenarm Weitenegg, Wallersee, Strandbad Seekirchen, Flussbad St. Ruprecht) der geprüften Gewässer die rote Karte, während im Jahr davor nur drei Flussbäder die Mindeststandards nicht erfüllt hatten.

Lob für neues Badegebiet

Die EU-Kommission erwähnt in ihrem Bericht auch positiv, dass Österreich ein neues Badegebiet aufgenommen hat. Zudem wurden seit 1997, seit gemessen wird, auch nur sechs Gebiete von der Prüfliste genommen.

Vor allem EU-Staaten mit langen Küstenabschnitten haben in den vergangenen Jahren versucht, das strenge EU-Prüfregime dadurch auszutricksen, dass Badestrände von der amtlichen Liste genommen wurden. Die Kommission hat daher im April Vertragsverletzungsverfahren gegen elf Staaten gestartet.

Insgesamt hat sich die Qualität der Badegewässer auch in der gesamten EU in der Badesaison 2005 etwas verschlechtert, vor allem die der Binnengewässer. Grund dafür ist vor allem, dass in dem Bericht erstmals alle neue Mitgliedstaaten enthalten sind. (APA)

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