AllofMP3.com bricht das Schweigen

19. Oktober 2006, 15:15
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Statement zu Vorwürfen der Musikindustrie – In Russland habe noch keine einziges Gericht die Legalität von Allofmp3 bestritten

Das russische Musik-Download-Portal AllofMP3.com kann sich nicht über einen Mangel an Aufmerksamkeit beklagen. Bei den Usern ist der Dienst äußerst beliebt, bei den britischen Nutzern liegt die Seite direkt hinter iTunes auf Platz zwei, in den den USA hatte der Dienst allein im April gezählte 345.000 Besucher.

Musik stehlen

Naturgemäß ganz anders sieht die Konkurrenz den Erfolg des russischen Download-Portals. Die Musikindustrie weist daher regelmäßig darauf hin, dass AllofMP3.com auf einer rechtlich alles anderen als stabiler Basis agiere. So schreibt die "International Federation of the Phonographic Industry" (IFPI) in einem Statement: "Allofmp3 ist kein legales Services, weder in Russland noch irgendwo anders. Die Musik wird ohne Erlaubnis der Künstler oder Rechteinhaber verbreitet. Im Gegensatz zu den legitimen Seiten wird kein Geld an Künstler oder Rechteinhaber gezahlt, es wird effektiv von denen gestohlen, die Musik machen".

Druck

Derzeit betreibt die IFPI zwei Verfahren gegen Allofmp3.com, auch der US-Handlesabgeordnete klassifiziert den Dienst als "Piraten-Seite". Auf höchster Ebene wird sogar versucht mit Hinweisen auf den möglichen Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation WTO Druck auszuüben.

Statement

Nach langem Schweigen geht nun das Unternehmen AllofMP3.com in einem Statement auf zahlreiche dieser Vorwürfe ein. Demnach handle es sich bei AllOfMP3.com um ein russisches Unternehmen, das seit sechs Jahren unter Einhaltung alles Gesetzte in Russland seinen Geschäften nachgehe. Die Legalität der Seite sei zahlreicher Male geprüft worden, niemals konnten Rechtsverletzungen gefunden werden: "Bisher hat es noch keine einzige Entscheidung eines russischen Gerichts gegeben, die die Legalität von Allofmp3 bestreiten würde".

Lizenzgebühren

Weiteres wird betont, dass man die Seite auf ausländischem Territorium weder betreibe noch bewerbe. Zudem überweise man regelmäßig erhebliche Beträge an Lizenzgebühren an russische Gesellschaften zur Rechteverwertung. Man werde auch alles tun, um den Änderungen, die das russische Urheberrecht am 1. September 2006 erfahren wird, zu entsprechen. Abschließend betont die Geschäftsführung, dass sie an einem langfristigen und gesitteten Geschäft interessiert sei und alle Gesetze respektiere. Dabei wolle man sowohl die Ansprüche der Konsumenten als auch die Interessen von nationalen und internationalen Rechteinhabern berücksichtigen. (red)

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    Das kontroverse Musik-Download-Portal AllofMP3.com bricht das Schweigen und nimmt Stellung zu den zahlreichen Vorwürfen.

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