Norwegischer Fonds verkauft Wal-Mart-Anteil wegen ethischer Bedenken

26. Juni 2006, 08:39
posten

Systematische Verletzung von Menschenrechten und Arbeitsmarkt-Regeln

Oslo - Ethische Bedenken haben den staatlichen norwegischen Rentenfonds dazu bewegt, ein Aktienpaket des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart abzustoßen. Bei dem US-Unternehmen würden systematisch Menschenrechte und Arbeitsmarkt-Regeln verletzt, hieß es am Dienstag zur Begründung. Der Fonds hielt Ende 2005 Wal-Mart-Aktien im Wert von 2,5 Mrd. Kronen (322 Mio. Euro). Der Verkauf der Beteiligung war von einer Ethik-Kommission empfohlen worden.

Ebenfalls wurde der Anteil an der Bergwerks-Gesellschaft Freeport verkauft. Sie habe schwere Umweltschäden zu verantworten, lautete die Begründung. Die Investition in Freeport betrug allerdings lediglich 116 Mio. Kronen (15 Mio Euro).

Der Verkauf der Beteiligungen sei ein Zeichen dafür, dass man keine ernste und systematische Verletzung ethischer Normen unterstützen wolle, sagte die norwegische Finanzministerin Kristin Halvorsen. (APA)

Share if you care.