US-Militär: Drei irakische Zivilisten durch US-Beschuss getötet

6. Juni 2006, 13:16
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Geschoss landete bei einer Übung in bewohntem Gebiet

Bagdad - Im Irak sind bereits am Freitag drei Zivilisten durch einen US-Beschuss getötet worden. Eine US-Einheit habe während einer Übung ein 155-Millimeter-Geschoss abgefeuert, das in bewohntem Gebiet gelandet sei, hieß es in einer schriftlichen Mitteilung des US-Militärs vom Sonntag. "Bei dem Unfall in Diyala wurden drei Personen getötet und drei weitere verletzt", hieß es. Der Zwischenfall werde untersucht.

Der neue irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte erst in der vergangenen Woche erklärt, er verliere langsam die Geduld angesichts von Meldungen über getötete irakische Zivilisten durch das US-Militär. Im Mittelpunkt der Kritik steht derzeit ein mutmaßliches Massaker im westirakischen Haditha. Militärermittlern zufolge sollen US-Marine-Infanteristen im November 24 irakische Zivilisten erschossen und dies später vertuscht haben. Die US-Armee hatte zunächst erklärt, die Zivilisten in Haditha seien bei einem Bombenanschlag Aufständischer ums Leben gekommen. (APA/Reuters)

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