Mehr Rechte zum Welthurentag

2. Juni 2006, 20:15
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Prostitution soll als legaler Arbeitszweig anerkannt werden - Ent-Stigmatisierung wird gefordert

Wien - Den Wiener Huren geht es schlecht. Darauf machen die Grünen zum heutigen internationalen Hurentag aufmerksam und fordern gemeinsam mit der Organisation Lefö, einer Beratungsstelle für Migrantinnen, die Anerkennung von Prostitution als Arbeitszweig, wie es auch in Deutschland seit 2001 der Fall ist.

"Wenn die Sex-Industrie anerkannt wird", sagt Christina Boidi von Lefö und zeigt Flyer, die mit Sexdiensten werben und die man laut Boidi in jedem Hotel findet, "dann müssen die Frauen, die diese Industrie ermöglichen, anerkannt und rechtlich in das System eingebunden werden." Nach dem Wiener Prostitutionsgesetz müssen sich Huren - dieser Ausdruck ist von den Frauen selbst gewählt, da Prostitution mit Zwangsprostitution konnotiert ist und das bei den meisten nicht der Fall ist - bei der Sicherheitspolizei melden und nicht im Meldeamt, wie es nun Grüne und Lefö fordern.

Im Gesetz ist Prostitution als "sittenwidrig" eingestuft, das soll auch nicht mehr sein. Auch das Fremdenrecht soll "zugunsten von Sexarbeitern geändert werden". 80 Prozent der Sexarbeiterinnen sind Migrantinnen.

Neben der Kampagne für bessere Arbeitsbedingungen für Sexarbeiterinnen sollen durch andere Kampagnen Freier und Huren entkriminalisiert und nicht mehr stigmatisiert werden. Der Kriminalisierung solle man laut Grünen-Frauensprecherin Monika Vana ab sofort entgegentreten und nicht erst anlässlich der Fußball-WM in Deutschland, zu der angeblich über 40.000 Prostituierte aus Osteuropa erwartet werden. (mil, DER STANDARD, Print, 2.6.2006)

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Lefö
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