Erfreuliche Gorilla-Nachrichten aus Uganda

1. Juni 2006, 17:35
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Wildschutzbehörde freut sich über zwölf Affenjunge in drei Jahren - Tiere sind vom Aussterben bedroht

Kampala/Nairobi - Tierschützer haben bei den letzten Berggorillas in Uganda mit Freude einen Babyboom verzeichnet. Innerhalb von drei Jahren seien zwölf Affenjunge geboren worden, sagte der Direktor der ugandischen Wildschutzbehörde Moses Mapesa am Donnerstag. Die kleinen Gorillas sollen demnächst in einer offiziellen Feier Namen bekommen. "Es ist uns wichtig, dass die internationale Gemeinschaft auf das Schicksal der vom Aussterben bedrohten Tiere aufmerksam wird", sagte Mapesa.

Bisher hat erst einer der kleinen Gorillas einen Namen. Die Königin des traditionellen Buganda-Königreiches in Uganda nannte den jüngsten Affen "Ntuuse", was übersetzt heißt "Da bin ich".

Die weltweit letzten Berggorillas, etwa 700 an der Zahl, leben in den Bambuswäldern in den Bergen im Grenzgebiet zwischen Uganda, Ruanda und Kongo. Die Region diente in den vergangenen Jahren mehreren Milizen als Rückzugsgebiet. Vor sieben Jahren haben ruandische Rebellen acht westliche Touristen massakriert, die mit einem ugandischen Reiseleiter im Nationalpark den Gorillas auf der Spur waren. (APA/dpa)

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