Londoner Gericht lässt Auslieferung von Marokkaner Hilali zu

5. Juni 2006, 14:35
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Spanien wirft ihm Al-Kaida-Kontakte vor

London - Die britischen Behörden können den marokkanischen Staatsangehörigen Farid Hilali, der an den Anschlägen in Madrid vom März 2004 beteiligt gewesen sein soll, nach einer Verfügung des High Court an Spanien ausliefern. Eine Anfechtung des 38-Jährigen wurde von dem Londoner Gericht am Freitag abgewiesen. Hilali, alias "Choukri" oder "Shakur", hatte geltend gemacht, dass Spanien ihn nach Marokko überstellen würde, wo ihm die Folter drohe. Gegen den Entscheid des High Court kann innerhalb von zwei Wochen Berufung eingelegt werden.

In Spanien liegt gegen Hilali seit April 2004 ein internationaler Haftbefehl vor. Er wird der "Zugehörigkeit zu einer kriminellen und terroristischen Vereinigung" verdächtigt. Nach Erkenntnissen der spanischen Justiz soll Hilali mehrmals mit dem Anführer der spanischen Zelle des Terrornetzwerks Al-Kaida, dem aus Syrien stammenden Imad Eddin Barakat Yarkas, alias "Abu Dahdah", telefoniert haben. Laut internationalem Haftbefehl ließ sich Hilali vor den Anschlägen des 11. September 2001 in den USA als Pilot ausbilden. (APA)

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