Mao-Porträt wird doch nicht versteigert

1. Juni 2006, 18:59
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Originalvorlage für Millionen Poster könnte nach zahlreichen Protesten an ein chinesisches Museum gehen

Peking - Nach einer Welle von Protesten hat ein Pekinger Auktionshaus die Versteigerung eines historischen Porträts von Mao Tse-Tung abgesagt. Das Bild des chinesischen Staatsgründers werde nicht wie geplant am 3. Juni unter den Hammer kommen, teilte das Auktionshaus Huachen am Freitag mit. Der private Sammler aus dem Ausland, dem das Gemälde gehört, werde es möglicherweise einem chinesischen Museum schenken.

Der Wert des 91 mal 68 Zentimeter großen Porträts wird auf bis zu 1,2 Millionen Yuan (120.000 Euro) geschätzt. Das Bild lieferte die Vorlage für die Mao-Poster, die in den 50er und 60er Jahren über dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens hingen. Mao kam nach einem Bürgerkrieg 1949 als Vorsitzender der Kommunistischen Partei an die Macht und herrschte bis zu seinem Tod 1976. Während seiner Herrschaft starben Millionen Menschen an den Folgen seiner Wirtschaftspolitik und durch staatliche Verfolgung während der Kulturrevolution. (APA/AP)

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