Tausende verletzte Fahrradfahrer pro Jahr in Österreich

11. Juni 2006, 18:57
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Zwei von drei Rädern sind nicht verkehrssicher - Am meisten Unfalltote in Oberösterreich

Für rund drei Millionen Österreicher ist das Fahrrad während der wärmeren Jahreszeit eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel. "Der Fahrradfahrer ist aber neben dem Fußgänger das schwächste Glied in der Hierarchie der Verkehrsteilnehmer", so Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Allein 2005 wurden 5.412 Radler in Österreich verletzt und 47 getötet.

Mit 43 Prozent sind Verletzungen der oberen Extremitäten die häufigsten bei Fahrradunfällen, gefolgt von den unteren Extremitäten mit 28 Prozent und Kopfverletzungen mit 19 Prozent. Betroffen von leichteren Blessuren sind vor allem Heranwachsende zwischen zehn und 14 Jahren. Hingegen sind die meisten Getöteten über 60 Jahre alt (42 Prozent).

In Oberösterreich die meisten Toten

Vergangenes Jahr gab es in Oberösterreich mit zehn Betroffenen die meisten Toten. In Wien mit zwei die wenigsten. Bei den Unfällen führte ebenfalls Oberösterreich mit 1.125. Burgenland war mit 98 Unfällen am sichersten.

"Häufig ist den Menschen die Gefahr nicht bewusst. Sie steigen auf ihr Fahrrad und radeln los, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass sie ein erhöhtes Risiko eingehen, wenn sie den Zustand ihres Drahtesels nicht überprüfen", so Thann weiter. Eine Studie des Bereichs Heim, Freizeit und Sport zeigt: zwei von drei Fahrräder haben mindesten einen technischen Mangel.

Regelmäßige Überprüfung

Der KfV empfiehlt deshalb eine regelmäßige Überprüfung der Bremsen und Reifen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Sichtbarkeit gelegt werden: Ein rotes Rücklicht, ein nach vorne gerichteter Scheinwerfer und zwei gelbe "Katzenaugen" sind ein Muss im Straßenverkehr. Eltern sollten besonders darauf achten, dass ihre Kinder immer Fahrradhelme tragen. Mittlerweile gibt es ein KfV- Prüfsiegel nach europäischen Normen, das man bei erfolgreicher Wartung beim Fahrradhändler erhält. (APA)

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