Steve Ballmer: Symantec-Klage dürfte Start von Vista nicht verzögern

20. Juni 2006, 12:33
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Vista und Office wurden wegen "überambitionierter Pläne" verschoben

Der Start des neuen Windows-Betriebssystems Vista dürfte sich nach Einschätzung von Microsoft nicht durch die Klage der Sicherheits-Softwarefirma Symantec verzögern. Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte Reuters am Montag in Peking, er erwarte keine Verzögerungen, fügte jedoch hinzu: "Der Fall geht jetzt aber vor Gericht."

Vertragsbruchs und der Veruntreuung

Symantec hatte Microsoft am Donnerstag wegen Vertragsbruchs und der Veruntreuung geistigen Eigentums angeklagt, das Microsoft bei der Entwicklung dessen eigener Produkte genutzt haben soll. In der Klage geht es um einen Vertrag in Zusammenhang mit einem Lizenz-Geschäft mit Veritas. Der Datensoftware-Konzern wurde im vergangenen Jahr von Symantec gekauft.

Überambitionierte Plänen

Symantec will zudem eine gerichtliche Verfügung erreichen, die die weitere Entwicklung und den Verkauf der nächsten Windows-Generation blockieren würde. Microsoft bestreitet einen Vertragsbruch und arbeitet mit Hochdruck an der Klärung des Streits. Der weltgrößte Software-Hersteller musste die Einführung von Vista und seiner neuen Firmensoftware Office 2007 bereits im März auf Januar 2007 verschieben, was Ballmer mit überambitionierten Plänen begründete. Die neue Windows- und Office-Software ist gemeinsam mit der Spielkonsole Xbox 360 entscheidend für die Anstrengungen Microsofts, seiner seit 2002 unterdurchschnittlichen Aktienentwicklung neues Leben einzuhauchen.(APA)

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