Anschlag von Expo-Gegnern auf ICE-Strecke

5. Juni 2000, 10:16

Ausgerechnet in der Nähe von Eschede ließen sie einen Güterzug in eine in die Oberleitung eingehängte Hakenkralle fahren - verletzt wurde niemand

Hannover - Gegner der Expo 2000 haben in der Nacht auf Montag südlich des Bahnhofs Eschede einen Anschlag auf die ICE-Strecke Hannover-Hamburg verübt. Nach Angaben des Grenzschutzamtes Hannover fuhr um 3.35 Uhr ein Güterzug nahe der Ortschaft Garßen in eine in die Oberleitung eingehängte Hakenkralle.

Ein weiterer Güterzug in Richtung Norden sei kurz vor einer zweiten Hakenkralle rechtzeitig zum Stehen gekommen. Am Tatort habe man drei Flugblätter mit der Parole "Expo No" gefunden, sagte am Montag in Hannover ein Bundesgrenzschutz-Sprecher.

Bei den Anschlag wurde nach Angaben der Deutschen Bahn AG in Hannover eine Oberleitung aus den Halterungen gerissen, aber nicht durchtrennt. Personen wurden bei dem Anschlag nicht verletzt. (APA/AP)

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