KTM baut Firmenzentrale um

1. Juni 2006, 16:39
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Der oberösterreichische Fahrrad-Hersteller investiert 3,5 Millionen Euro für ein neues Bürogebäude samt Lagerhalle - 200 Arbeitsplätze sind langfristig abgesichert

Linz - Die KTM Fahrrad GmbH mit Sitz in Mattighofen (Bezirk Braunau) in Oberösterreich investiert 3,5 Millionen Euro in die Firmenzentrale. Bis zum Frühjahr 2007 sollen ein neues Bürogebäude und eine Lagerhalle entstehen. Firmeneigentümerin Carol Urkauf-Chen sprach am Freitag von einem "klaren Bekenntnis" zum oberösterreichischen Standort. 200 Arbeitsplätze würden damit langfristig in der Region gesichert.

"Das aktuelle KTM-Gebäude stammt aus dem Jahr 1948", berichtete Geschäftsführer Josef Spießberger. Eine Sanierung wäre aus bautechnischen Gründen nicht mehr in Frage gekommen. Außerdem habe das Objekt nicht mehr den Anforderungen entsprochen.

Das neue Bürogebäude wird über 2.100 Quadratmeter Nutzfläche verfügen, die Lagerhalle über eine bebaute Fläche von 1.800 Quadratmetern. Im neuen Büro soll die gesamte Verwaltung der KTM Fahrrad GmbH mit rund 50 Angestellten Platz finden. Vorgesehen sind zudem Räumlichkeiten für Tagungen und Präsentationsräume für die neuesten Fahrräder. Auch für die Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung mit zehn Mitarbeitern wird Raum geschaffen. In die Einrichtung des Prüflabors werden 100.000 Euro investiert.

Neue Absatzmärkte

Das Unternehmen setzte zuletzt 50 Millionen Euro um, die jährliche Steigerung beträgt nach Firmenangaben rund acht Prozent. 2005 verließen insgesamt 137.000 Fahrräder das Werk in Mattighofen. Der Großteil - rund 55.000 Stück - wurde für den österreichischen und deutschen Markt produziert. Das Unternehmen liefert zudem nach Italien, in die Schweiz, nach Spanien, Polen, Ungarn, in die Tschechische Republik und nach Frankreich. In naher Zukunft sollen die Fahrräder auch in England und Skandinavien abgesetzt werden, so Urkauf-Chen. (APA)

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