"ZiBs" sehen rot

22. Juni 2007, 15:21
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Die Bawag macht's möglich - Normal dominieren ÖVP-Politiker das Ranking der O-Töne in den ORF-Nachrichten - Mit Grafik

Normal dominieren ÖVP-Politiker das Ranking der O-Töne in den ORF-Nachrichten. Die Bawag macht's möglich: In "ZiB 2" und "ZiB 3" kamen im April mehr SPÖ-Politiker zu Wort.

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Die Bawag dreht sogar ehern scheinende Gesetze in der ORF-Berichterstattung um: Normal dominiert die ÖVP die Redezeit der Parteien, wie das Innsbrucker Marktforschungsinstitut Mediawatch Monat für Monat für den STANDARD errechnet. Während des Skandals um die Gewerkschaftsbank präsentieren sich die Zahlen anders: In der "ZiB 2" etwa schrumpfte der ÖVP-Anteil an O-Tönen im April auf 15,4 Prozent.

Spätnachts viel grün

Die SPÖ war hingegen mehr als präsent: 33,1 Prozent Prozent aller O-Töne von Politikern in der zweitwichtigsten Nachrichtensendung des Landes kamen im April aus dieser Fraktion. Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so eindeutiges Bild zeigt sich in der "ZiB 3": Dort hält die SPÖ bei 31,1 Prozent der O-Töne, gefolgt von der ÖVP mit 29,8 Prozent. Auffallend hoch ist der Anteil der Grünen mit 29,3 Prozent.

Nur die "ZiB 1" wartet mit der üblichen ÖVP-Dominanz auf: 43,7 Prozent der O-Töne in der immer noch wichtigsten Nachrichtensendung Österreichs stammen von VP-Politikern. Eher schlank in allen drei "ZiBs" sind Auftritte der FPÖ: 5,3 Prozent in der "ZiB 1", 3,4 Prozent in der "ZiB 2" und keinen einzigen O-Ton konnten die Freiheitlichen in der "ZiB 3" für sich verbuchen. Die wesentlichsten Themen waren neben der Bawag EU und Atompolitik.

Mediawatch wertete anlässlich der Innsbrucker Wahlen die Redezeit von Politikern in der Bundesländersendung "Tirol Heute" aus: Am häufigsten kam Hans Lindenberger (SPÖ) zu Wort, Wahlsiegerin Hilde Zach landete mit der Liste "für Innsbruck" auf Platz vier. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 2.5.2006)

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    grafik: der standard
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