Berater eines Oppositionskandidaten ermordet

22. Mai 2006, 15:34
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Jaime Gómez war am 21. März in Bogotá verschwunden - Sohn des Opfers spricht von "politischem Mord"

Bogotá - Die Präsidentschaftswahl in Kolumbien am 28. Mai wird vom Tod des Beraters eines Oppositionskandidaten überschattet. Der Sohn von Jaime Gómez, Berater von Horacio Serpa, dem Kandidaten der Liberalen Partei, sagte am Montag (Ortszeit), sein Vater sei das Opfer eines "politischen Mordes" geworden. Der 55-jährige Gómez, ein früherer Gewerkschaftsführer, war am 21. März im Osten der Hauptstadt Bogotá spurlos verschwunden.

Am Sonntag wurde sein Leichnam in der Nähe des Ortes entdeckt, wo Gómez zuletzt gesehen worden war. Sein Sohn Sebastián wies auf mehrere "Ungereimtheiten" hin. So sei die Leiche in einem Gebiet gefunden worden, das Polizisten vorher schon mehr als zwei Wochen lang mit Spürhunden abgesucht hätten. An der Bergung des Toten seien außerdem keine Zeugen beteiligt gewesen.

Die Angaben der Behörden, Gómez sei bei einem Unfall ums Leben gekommen, bezeichnete dessen Sohn als "unwahrscheinliche Geschichte". Innenminister Sabas Pretelt sagte, es sei "verfrüht", von einem Unfall zu sprechen, bevor das Ergebnis der Autopsie vorliege. Serpa ist der Hauptherausforderer des rechtsgerichteten Amtsinhabers Alvaro Uribe, dessen Wiederwahl Umfragen zufolge als sicher gilt. (APA)

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