Medienpreis Davos 2006 geht an Franz Schuh

12. Mai 2006, 14:37
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Wiener Autor erhielt mit 15.000 Franken dotierte Schweizer Auszeichnung für "schönste böse Zunge deutscher Sprache"

Bern - Der österreichische Autor Franz Schuh hat den Schweizer Medienpreis Davos 2006 erhalten. Armin Egger, Direktor von Preisstifter Davos Tourismus, überreichte am gestrigen Freitagabend den mit 15.000 Franken (9.520 Euro) dotierten Preis, wie es in einer Mitteilung hieß.

Der Wiener Autor war erst vor drei Wochen mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt worden, den er für sein neuestes Buch "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" erhielt. Im Jahr 2000 hatte er den Jean-Amery-Preis erhalten und 1985 den österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.

"Unter allen bösen Zungen..."

"Unter allen bösen Zungen deutscher Sprache, die wohltätige Wirkungen zeitigen, ist die von Franz Schuh eine der schönsten", sagte der Zürcher Essayist und Autor Iso Camartin in seiner Laudatio. Schuh ist freier Mitarbeiter verschiedener Radiosender und überregionaler Zeitungen.

Der Medienpreis Davos würdigt außergewöhnliche Leistungen im Journalismus und unterstützt die Medienschaffenden in ihrer Rolle als Garanten von Meinungsvielfalt und -freiheit. Schuh tritt als Preisträger die Nachfolge des Teams der Schweizer Radiosendung "Echo der Zeit" (2003), des Publizisten Roger de Weck (2004) und der Fernseh-Journalistin Petra Gerster (2005) an. Der Preis wurde dieses Jahr zum vierten Mal verliehen. (APA/sda)

  • Franz Schuh erhielt den Medienpreis Davos 2006.
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    Franz Schuh erhielt den Medienpreis Davos 2006.

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