Bärlauch

26. Juni 2006, 15:44
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Durch den Genuss von Bärlauch kann man sich zwar keine Bärenkräfte einverleiben, gesund ist er aber auf jeden Fall und noch dazu köstlich

Es ist Bärlauch-Zeit und wer ihn sucht, braucht nur seiner Nase nach zu gehen. Eine gewaltige Knoblauchduftwolke lässt den Sammler fündig werden.

Bärlauch wächst in ganz Europa in Wäldern mit humusreichem Boden an schattigen, feuchten Plätzen. Man erkennt ihn schon von weitem an seinem intensiven, knoblauchartigen Duft. Um ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchenblättern zu verwechseln, zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern und riecht daran. Steigt der typische Knoblauchduft in die Nase, ist es Bärlauch. Bärlauch ist leicht bekömmlich und überaus schmackhaft und kann roh anstelle von Knoblauch verwendet werden. Aufgrund der kurzen Vegetationsperiode kann man die Pflanze nur wenige Wochen im Jahr genießen.

Der Pflanze wird nachgesagt Hautentzündungen und -ausschlägen entgegenzuwirken und das gesunde Wachstum von Haaren und Nägeln zu fördern. Verantwortlich dafür sind die besonderen Schwefelverbindungen des Bärlauchs. Tatsächlich liegen aber keine gesicherten Kenntnisse über die heilsame Wirkung des Bärlauch vor. In der Volksmedizin gelten die grünen Blätter als pflanzliches Antibiotikum und sollen positive Wirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Verdauungsstörungen haben, zum Beispiel bei Durchfall oder Blähungen. Außerdem wird ihm eine schwach blutdrucksenkende Wirkung zugeschrieben.

Bärlauch verwendet man am besten frisch. Er lässt sich aber auch konservieren - als Bärlauchpesto hält er sich im Kühlschrank bis zu vier Monaten oder man friert ihn ein. (red)

Aus dem Phytokodex von Kubelka & Länger

Wirkung Cholesterin-spiegel senkend

Indikationen Arterio-sklerose (Erfahrungsmedizin) Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe schwefelhaltige Verbindungen

Lateinische Bezeichnung(en) Allium ursinum L.

Stammpflanze Allium ursinum L. (Alliaceae)

Inhaltsstoffe Schwefelhaltige Verbindungen: S-Alkyl-L-cysteinsulfoxide (z. B. Methyl-L-Cysteinsulfoxid). Alliinase: Enzym zur Spaltung von Methyl-L-Cysteinsulfoxid. Erst nach Zerstörung der Zellstruktur entstehen durch Einwirken von Alliinase auf Methyl-L-Cysteinsulfoxid dessen Umwandlungsprodukte wie Di- und Oligosulfide, Ajoene und Vinyldithiine.

Verwendeter Pflanzenteil Frische Laubblätter

Therapeutisch relevante Wirkungen In Testmodellen konnten ähnliche Wirkungen wie für Knoblauch beobachtet werden. Frischer Bärlauch zeigte im Testmodell eine blutdrucksenkende (ACE-hemmende) Wirkung. Unerwünschte Wirkungen Keine bekannt.

Indikationen Wissenschaftlich belegt: keine.

Erfahrungsmedizin Leichte Verdauungsstörungen, als Antihypertonikum und Antiarteriosklerotikum

Empfohlene Dosierung Keine bekannt.

Inhaltsstoffe

Schwefelverbindungen im ätherischen Öl

Vitamin C

Eisen


Magnesium

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Phytokodex

von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Länger, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kubelka

  • Der Bärlauch hat schwefelhältige Verbindungen.
    foto: derstandard.at/ped

    Der Bärlauch hat schwefelhältige Verbindungen.

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